2.3 Welche Pferde haben eine Disposition zum Koppen (Teil 2)

Aus dem Vorgenannten lässt sich ableiten, dass man Pferde, die koppen natürlich auch auf seelischer Ebene behandeln muss. Auch sollte man versuchen herauszufinden, ob der spezielle Einzelfall unter Magenproblemen leidet oder einsam ist oder sonstige Schmerzen hat. Vielleicht ist das Pferd als Fohlen zu früh von der Mutter abgesetzt worden oder hat einen anderweitigen Schock erlitten. Auch gilt es als erwiesen, dass Koppen vererbbar ist, wobei wahrscheinlich nicht das Koppen selbst, sondern die auslösenden Faktoren, wie Temperament, Charakter usw. vererbt werden und dieses dann unter bestimmten Bedingungen bei dem Nachwuchs auch zum Koppen führt.

 

Pferde fangen oft in jungen Jahren mit dem Koppen an, selten sind sie älter als ca. 10 Jahre, wenn sie damit beginnen. Frühe Kopper fangen etwa mit etwas über einem halben Jahr an (Aussage des Züchters der Stute Shine Bright), nämlich sobald die äußeren Schneidemilchzähne ausgebildet sind.

 

Interessant ist, dass Pferde, die an einer bestimmten Stelle einen Wirbel haben, zum Koppen oder wenigstens zum Zungenspiel und Lecken an allen möglichen Gegenständen neigen. Auch die Stute Shine Bright hat diesen Wirbel sehr ausgeprägt.

 

Viele unerfahrenere Pferdebesitzer haben Angst, sich ein Pferd mit dieser Verhaltungsauffälligkeit anzuschaffen, da sie fürchten, keinen Stall zu finden, der ihr Pferd aufnimmt oder sie die Geräusche auf Dauer nicht ertragen zu können. Viele erfolgreiche Reiter hingegen, wie zum Beispiel der verstorbene Herbert Blöcker, hatten immer wieder Pferde mit diversen Unarten und Gewährsmängeln, betonten aber, dass diese ihre ehrgeizigsten und besten Tiere im Stall waren.

Fortsetzung folgt: Shine Bright wird vorgestellt im nächsten Kapitel

 

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