4. Kapitel, 4.5 Homöopathie

4. Kapitel Vorstellung einger ausgewählter Behandlungsmethoden, 4.5 Homöopathie

4.5 Homöopathie

 

Diese Form der Therapie wurde von Samuel Hahnemann (1755-1843) begründet. Hierbei soll nach dem sogenannten Simile Prinzip „Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden“. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Das Prinzip beruht auf der Arzneimittelprüfung am gesunden Tier, durchgeführt mit Heilmitteln pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs.

 

Der Patient bekommt somit die Symptome des ihm zugeführten Arzneimittels und leidet nicht an einer Krankheit, sondern an einer Befindensstörung. Die Aufgabe ist, für das Gesamtbild der für den Patienten charakteristischen Symptome ein Mittel zu finden, das vom Bild her sehr ähnliche Symptome hervorruft. Die Aufbereitung der Heilmittel erfolgt durch sehr starke Verdünnung was in der Regel mit Verschüttelungen, Verreibungen oder Zerkleinerung erreicht wird. Um kleinstmögliche Verdünnungen zu erreichen werden, die Arzneien potenziert.

 

In dem Buch Homöopathie für Pferde (Holena, 1999, Verzeichnis der Heilanzeigen, S. 123) werden unter Verhaltensauffälligkeiten, Koppen folgende Mittel genannt: Apis, Arsenicum album, Coffea, Colocynthis, Drosera., Lykopodium, Lyssinum (Hydrophobinum), Phosphoricum, Spongia tosta, Stramonium

 

Die Repertorisierung ergibt, dass das folgende der Mittel sehr gut zum Gesamtbild des Pferdes passt: Stramonium (Datura Stramonium): Zähneknirschen, Angst vor dem Alleinsein, ZNS, teilweise Überemp-findlichkeit und Unkontrolliertheit, Angst vor glänzenden Gegenständen (vgl. Steingassner, 2007, S. 165)

 

Da es sich nicht um einen plötzlichen akuten Zustand handelt, bekommt das Pferd das Mittel als Globuli in einer Potenz von C30, 2 x täglich für 4 Wochen, 5 Globuli in Wasser aufgelöst mittels einer Spritze in das Maul gegeben.